Togo- Mein Freiwilligendienst an der Westküste Afrikas

Donnerstag, 25.06.2015 Neues aus Deutschland!

Liebe Gemeinde, die mir hier noch folgt,

nun bin ich schon fast ein Jahr wieder in Deutschland und trotzdem kommt es mir so vor als wäre es gestern gewesen, dass ich den Besten Teil meines bisherigen Lebens in Togo verbracht habe. 

Es haben doch schon viele Leute gefragt, ob ich nicht doch noch mal den Blog weiterführen möchte. Gerade weil ich am 10 Juli ja schon wieder nach Togo fliege! :D 

Die Eingewöhnungsphase in Deutschland dauert bis heute an. Sie ist nicht mehr so stark wie zuvor, dennoch ist sie nicht verschwunden. 
Ich glaube wirklich, dass ich mich weiterentwickelt habe. Ich kenne meine Ziele und mich selbst besser als je zuvor und möchte sie unbedingt erreichen!
Ich habe meine Familie schätzen gelernt. Ohne sie wäre ich nicht hier, wo ich bin. Meine Mama, meine beiden Väter, meine Großeltern, aber auch meine Uromas, meine Tanten und Onkel, Cousin, Cousinen und alle anderen. Ich danke euch, dass ihr mir mit Rat und Tat zur Seite steht, immer! 

Eine andere Sache, die immer wieder auffällt, ist die des übermäßigem Konsum!! "Ich kauf mal dies ein, dann mal dies und ach, brauch ich das? Ja, nehm ich mal mit. Ist ja billig! " 
Nicht, dass es in Togo nicht viel viel viiiiel Reis, oder ne Menge an Bananen gibt. Trotzdem geht man mit Lebensmitteln anders um und kauft nicht alles ein, was einem vor die Nase kommt.
 
Dasselbe gilt für Klamotten. Ich war noch nie der modebewussteste Mensch, aber jetzt frage ich mich noch mehr: Muss ich wirklich immer die neuste Kollektion tragen? Muss ich die teuersten Klamotten tragen? Nein, muss ich nicht. Ich habe mich ein wenig mit Fairtrade Sachen beschäftigt und versuche, möglichst nur noch da einzukaufen. Dann ist es teurer. Aber ich brauche ja nicht viel. 

Von September bis heute habe ich einen Studienplatz in Den Haag gefunden, mein Englisch aufgebessert und natürlich meine Vorfreude auf Togo hat sich immer mehr gesteifert! 
Ich fahre mit einer Freundin nach Accra, Lomé und dann gehts nach Burkina Faso und in die Elfenbeinküste! 
Natürlich besuche ich noch ganz viele Freunde! 
Und das Terrain der Freunde Togos und ASEVEC! Vielleicht beginnen bald sogar schon die Bauarbeiten für unser großes Projekt - das Waisenhaus! 
Falls ihr Interesse daran habt, uns zu unterstützen, dann schaut mal auf unserer Internetseite vorbei! 
http://freundetogos.de/

Übrigens nehmen wir an einer Aktion teil, die uns 1000 Euro beschaffen könnte! Also bitte für den Verein der Freunde Togos abstimmen!! :) 

https://verein.ing-diba.de/kinder-und-jugend/58553/verein-der-freunde-togos-ev-





Und um die Sehnsucht noch zu steigern, kommen ein paar Bilder von der Reise Togo-Benin und andere Bilder! :) 


Wasserfall in Benin, Tanguieta!Dapaong, im Norden Togos. Schönste Reise!! Auf dem Berg in kara! WM, Deutschland gegen Portugsl! SIEG! La Plage!! Wie mir dieses durcheinander fehlt!

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Donnerstag, 29.05.2014 Fotolis 2

Fotos von Februar bis Mai! Ihr müsst auf die fotos klicken, um meine tollen Kommentare zu lesen!

nach vielen vielen Monaten endlich das erste WG Bild! Mit Pagne natürlich! :) Agoé! Hou Hou Hou! meine beiden süßen Kinder, jaque und jaqueline! schöööön :)kleine Schminkaktion! Süß oder? :D Maske muss auch mal sein... Aneho, Strand mit Müllkippe.. lecker Aneho Fufu! Yovo Haare flechten! Christian am Sauce kochen! Jenny am Feuer wedeln für die Pate und die Sauce! Omnomnom

kleiner Ausflug mit den Mädels in die Bar. Jenny macht Sport mit den Mädels und versagt kläglich. Bin ich echt dick geworden? Auf der selbstorganisierten Die schönen Mädchen, Justine, Antoinette und Germaine! Antoinette teilt Essen aus! Dreamteam <3 WG Foto-ohne Anna Luisa. ja, wenn fremde Menschen Fotos mit einem machen wollen, passiert sowas.... Und wir tanzen bis zum Schluss! Stadium! Gestern (29.5) haben wir einem Freund, der immerhin in der ersten Liga spielt, dessen Team auf dem 3. Platz ist, zugeschaut. Agbodo, der ein angehender Fußballstar aus dem centre ist, hab ich zu dem Spiel mitgenommen! Er hat sich super gefreut! Unser TEAM! Leider 0:0 ausgegangen, mit vielen Torchancen unsererseits! Die süßen! Agbodo und ich vor dem Spielfeld! Anna hat sich beim Chouck Trinken vollgesaut.... und zeigt mir, wo das Loch ist.

 

So. Jetzt ist Ende Mai und ich hab noch 4 Monate vor mir...

Ihr hört von mir... <3

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Donnerstag, 29.05.2014 Fotolis

Es tut mir unendlich doll leid, aber um lange Texte zu schreiben, bin ich wohl wirklich einfach zu ... sagen wir mal beschäftigt! Deshalb gibt es jetzt eine große Ladung von Anfang des Jahres bis heute! Also nicht heute, aber zumindest gestern! viel Spaß damit!

Auf gehts zur ersten großen Reise! bzw. zum Vorbereitungsseminar Auf gehts zur ersten großen Reise! bzw. zum Vorbereitungsseminar freier Tag auf dem Zwischenseminar was man da nicht alles zu findet!! Die Frage,ob sie noch lebte oder nicht, konnten wir ledier nicht klären! Einladung zum leckeren Essen! blubb blubb Elmina Castle! In diesem Schloss wurden viele Sklaven weiter nach Portugal, ect transportiert! erste Etappe: Accra, Museum des ersten Präsidenten bzw Park Kopf ab. Der Arm wird noch immer gesucht. zweite etappe: Kumasi. Haben bei Freiwilligen im Projekt (waisenhaus) übernachtet. Ein Tag nur gespuckt, war aber nichts ernstes

  ich wollte auch mal eine Palme hochklettern...Viel weiter bin ich dann aber auch nicht gekommen...mit der Zeit wird auch balancieren immer einfacher! Jakob bei der Arbeit! immer wieder erstaunlich... diese liebe friseurin hat mir geholfen! :) Haare entflechten. Süß oder? Weiter gehts zum Lake Bosumtwe! Kleiner Marsch von 3 km! Das Licht erscheint...

... und Cora geht hinein! ich wollte auch mal eine Palme hochklettern...Viel weiter bin ich dann aber auch nicht gekommen... Cape Cape Cape. Dort haben wir bei Freiwilligen vom Zwischenseminar geschlafen! Sehr schöne Zeit dort! Ausblick Bar Tel Aviv Kakuum National Park. Balancieren über die Hochbrücken! letzte Etappe: Volta See! wir wollten den Sonnenaufgang bestaunen. Extra um 5 aufgestanden. was für eine Erfrischung! Panorama!

 

Es war eine sehr schöne Reise! Wir haben viel gesehen, viele Unterschiede bemerkt, aber auch viele Gemeinsamkeiten entdeckt! Afrika ist kein einziges Land, es ist ein Kontinent mit vielen verschiedenen Ländern. Das ist manchen nicht ganz klar.

Liebe Grüße!

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Freitag, 31.01.2014 Hallihallöchen!

Leider ein bisschen verspätet, weil unser Internetstick kaputt gegangen ist und ich 2 1/2 Wochen in Ghana war! :)

Somit ein frohes neues Jahr mit viel Gesundheit und dem Üblichen und ich hoffe, ihr hattet da im fernen Deutschland ein ruhiges und besinnliches Weihnachtsfest mit euren Lieben!

Weihnachten verlief bei mir dann doch etwas anders als gedacht. Ich hatte geplant, erst auf der Arbeit und dann um 16 Uhr wieder zu Hause zu sein, denn wir  hatten ja ein schönes Abendprogramm geplant. (Dass hier kaum Weihnachtsstimmung herrschte, muss ich euch wohl nicht erzählen. Tu ich aber doch. In Deutschland die kalten Temperaturen und hier sonnige 30 Grad. Wie soll man da in Stimmung kommen? Mit Marleens und meinem wunderschönen Gesang: Die wenigen Weihnachtslieder, die wir kennen, wurden rauf und runter gespielt und gesungen. Einige Mitbewohner, nicht ganz so erfreut, haben sich in ihr Zimmer verkrochen und laute Metalmusik angemacht. Egal. Hier wurde noch hübsch geschmückt, bisschen Glitter hier, bisschen hässlicher Weihnachtsstern dort. Was ein Glück, dass Marleens Mama einen Adventskranz mit eingepackt hat! Advent, Advent ein Lichtlein brennt. Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier und dann steht das Christkind vor der Tür!

Sehr schöne Atmosphäre. Dennoch, auf den Straßen Lomés herrscht wie immer buntes Treiben und nur selten sieht man einen Taxifahrer, der Weihnachtsmusik im Auto hört und einen Weihnachtsmann an seinem Spiegel hängen hat. Aber öfter sieht man in Richtung Centre bunte, also wirklich bunte! Geschäfte mit viel Glitter und Bling Bling- Kram für Weihnachten. Weihnachten ist hier auch eher etwas für die Kinder, also wo die Kinder beschenkt werden und ihren Spaß haben sollen J )

Weiter im Text: Da ich dort (nicht zum ersten Mal) geschlafen habe, hieß es morgens früh aufstehen und ab (um 4 Uhr morgens!) in die Kirche. Da waren die Großen ( die Kleinen gehen nicht in die Kirche, weil es zu weit entfernt ist) doch überrascht, dass das Yovo-Mädchen sich aus den Federn gequält hat. Aber ich glaube, sie haben sich doch ein wenig gefreut. Ich bin erstaunt, wie viele in so einem kleinen Dorf in so eine kleine Kirche hineinpassen. Nach 2 Stunden waren wir allesamt wieder im Waisenhaus. Dann ging auch schon das Programm los. Zuallererst haben die Kinder für das bevorstehende Turnier geübt. Fußball. Was auch sonst! Währenddessen haben Sylvestre und ich ein Spiel vorbereitet, bei dem die Kinder im Los-Topf ziehen durften und „Bonne fête“, Naschis, Spielautos, ect absahnen konnten. Mit dem Besuch von anderen Waisenhäusern und den anderen 60 Kindern war das in einer Reihe aufstellen und einer nach dem anderen darf ziehen, eine ganz schön schwierige Angelegenheit!

Dann hatte ich noch eine kleine Sorge. Bazil war krank. So richtig krank. Ich hab mir solche Sorgen gemacht, weil er immer das Bewusstsein verloren hat, als ich mit ihm reden wollte. Danach hat er sich übergeben und musste ins Krankenhaus. Von da an war mir klar, dass ich Weihnachten dort verbringe.

Es wurde noch viel gebetet. Danach gabs endlich die Bescherung für die Kleinen und Großen mit noch mehr Naschis und Süßgetränken.

Ich habe meinen Laptop noch hergegeben und wir haben Harry Potter I auf Englisch angeschaut!

Bazil ist wohlauf! Er hat eine Infusion und Tabletten bekommen. Nach ein paar Tagen stand er wieder wild umherlaufend auf den Beinen! J

Am Morgen des 25. bin ich wieder mit in die Kirche und gleich danach um 6 Uhr nach Hause gefahren, weil das leckere Frühstück wollte ich auf keinen Fall verpassen!! Es gab Käse, Saft, togoische Leckerlichkeiten,….. Omnomnom!

Am Abend haben wir uns noch mit Freunden getroffen.

 

Tagsüber des 31. war ich wieder im Projekt. Ich find es unglaublich toll, dass ich eine gute Bindung zu den Kindern und jungen Erwachsenen dort aufgebaut habe, sodass sie mir schon privatere Sachen erzählen!

 Ich hab den Kindern Cap und Capper gezeigt und es war einfach so goldig, wie sie alle auf den Fernseher gestarrt und die Story verfolgt haben!

Es gab wieder wilde Süßkram-Aktionen. Um ca. 17:30 Uhr war ich zu Hause und ziemlich fertig (wieder um 3:30 aufgestanden, um in die Kirche zu gehen. Man, wer hätte geahnt, dass ich so oft in die Kirche gehe? ). Da hab ich mich gleich mal bis 21 Uhr ins Bett gelegt. Danach haben wir alle zusammen auf dem Dach gesessen und viel geredet, bis uns dann so um 23 Uhr mal aufgefallen ist, dass wir ja eigentlich zu einem Kreisverkehr in die Innenstadt wollten, wo ein großes Feuerwerk zu bestaunen ist. Ich habs mir eher klein vorgestellt, da das Feuerwerk echt teuer ist. Um 23:45 (puh! Noch geschafft) sind wir dort angekommen. Wir haben uns zwischenzeitlich verloren, aber dann doch noch alle rechtzeitig wiedergefunden. Alle waren da, außer die, die noch in der Kirche waren. Um 0 Uhr böllerte es heftig und wir waren echt beeindruckt. Da wir den Countdown nicht gepeilt haben, haben wir unseren eigenen gemacht ( 5 Minuten zu spät), mit Wunderkerzen. Es war schön J

Während der Planung für den weiteren Abend ist dann ein kleinerer Böller neben meinem Fuß explodiert, das hat ganz schön gepiert. Jetzt tut’s nicht mehr weh, nur noch ein Muttermahl in Spee. Also keine Ahnung, was das ist, aber es geht nicht mehr weg. Merkwürdig. Der weitere Verlauf des abends ist nicht erwähnenswert, weil wir nur hin und her gelaufen sind und ich war ein wenig genervt, weil keine richtige Entscheidung getroffen werden konnte.

So, das waren meine Festtage. Jetzt beginnt die Schule wieder und alles nimmt seinen gewohnten Gang. Ach nein! Ich reise ja bald zum Zwischenseminar nach Ghana! Hoffentlich, denn es gibt da kleinere Problemchen mit dem Visum.

 

Vor den Festtagen waren noch die anderen deutschen Freiwilligen da. Sie haben viel Geld gesammelt und so ein paar das Schulgeld bezahlt. In den zwei Privatschulen war das echt merkwürdig und man wusste nicht so recht, ob sie das wirklich die wahre Summe ist oder es noch unter den Lehrern aufgeteilt wird. (meine Wahrnehmung!!) In der öffentlichen Schule war das schon viel organisierter. Mit Namenslisten und richtigen Quittungen. Mareike hat das Schulgeld dort auch noch bezahlt. Leider waren dann noch die Examsgebühren offen. Hier in Togo muss man von der 11-13 Klasse noch zusätzlich zum Schulgeld Geld bezahlen, um an den Prüfungen teilnehmen zu können. Bizarre Angelegenheit. Da das Geld aber bis zum Anfang der Ferien fällig war, habe ich mich kurzerhand entschlossen, alleine in die Schule zu fahren und es zu bezahlen. Dort sah ich, dass noch von vielen anderen das Geld fehlt, die dann einfach die Prüfung nicht mitschreiben dürfen.

Von meinen Kindern im Waisenhaus fehlt auch noch einiges an Schulgeld, was wir aber nicht alles aufbringen können.

Die Rückkehr vom Lyceé (ungefähr 45 Minuten zu Fuß vom Waisenhaus entfernt, die 2 Schüler auch jeden Tag laufen müssen) gestaltete sich dann noch etwas anders. Alles sehr verwirrend in dem kleinen Dörfchen Adetikopé. Ich wollte mir eigenltich ein Moto an der nächsten Straße nehmen. Habe die Straße aber natürlich nicht gefunden. Was auch sonst. Bin also durch die pure Natur gelaufen! Man, das war entspannend! Ich dachte mir, dass ich einfach immer nach Osten laufe, wo ja auch die Straße irgendwann auftauchen musste. Hab mich immer noch mal durchgefragt, ein paar Blicke auf mich gezogen und irgendwann einen jungen Herren kennen gelernt, der seine Mutter im Schlepptau hatte (sie ist ungefähr 20 Meter hinter ihm gelaufen, sodass man nicht erkannt hat, dass sie zu ihm gehört) und der mir dann half, zur befahrenen Straße zu finden.

 

Dann war ich die letzte Zeit wohl viel zu oft am Flughafen. Franzi weg, Melli und Jana weg, Mareike weg. Da überkam mich doch schon die kleine Lust, für einen Tag wieder ins kleine Kiel zurückzufahren und durch die Stadt zu schlendern! Aber es ist nicht in großes Heimweh ausgeartet!

 

Im Lycée habe ich die zwei Deutschprofessoren kennen gelernt, mit denen ich „ausgemacht“  habe, sie im Februar zu besuchen und dem Unterricht beizuwohnen. Ich bin gespannt!

 

kleine Geschenke für die CE1! Selbstgemacht natürlich :D ! Sonnenaufgang! schick gemacht für das Weihnachtsfest! die Einzehlheiten erspare ich euch mal. Der Geruch war grausam... Fußballtraining! Koffi der Top-Guardian! Natürlich gewinnen wir! Der Rechte (Emmanuel) ist der Adebayor bei uns. Der Linke (auch Emmanuel) ist unser begnadeter Sänger! Unser Sani mit seinem Sohn! Putzig! Mawena wollte eigentlich selber Bilder machen! So süß, dass ihm mittlerweile die Milchzähne alle ausfallen :D nur ein der kleine Checker! Atsoupo kleines cadeau von Familie Möller :) Tim im Hintergrund unwichtig, WEIHNACHTSFRÜHSTÜCK MIT KÄSE, WICHTIG! kleine Süßigkeit! Musikeinlage Cap& Capper :) Silvester Abend!  Die erste Nacht im Waisenhaus!

 

 

 

 

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Dienstag, 19.11.2013 Bilder!

 

 

Jetzt kommen Bilder!

Später folgen dazu die Geschichten!

 

Theo, Christian, Landry, Anna, Marleen und ich auf dem Weg zum Chouck trinken! Chouck ist ein Nationalgetränk – besser gesagt ein nationales Bier, größtenteils bestehend aus Hefe.

 

Das ist unsere Straße. Schön ruhig gelegen und mit netten Nachbarn :)

 

 

Landry und ich :) 

Beim Gebräu angekommen, hat jeder eine große Holzschale bekommen. Der erste Schluck war etwas gewöhnungsbedürftig, aber danach ging es und es hat sogar richtig lecker geschmeckt! Nachdem wir einer politischen Diskussion gelauscht haben, wurde es erstmal Zeit zum Essen! Die „Pfannkuchen“, gemacht aus Bohnen?, waren mit dem Pimentpulver ein echter Genuss!

Marleen und ich haben von unserem Toilettengang auch noch ein paar Freundinnen mitgebracht, aber die anderen wollten leider los, sodass wir keine Gelegenheit mehr hatten auch mal weiblichen Anschluss zu knüpfen! Schade!


In der Schale ist Chouck. Das war kurz vor dem Aufbruch. Der im Pinken ist Theo! :) Er freut sich, dass es mir schmeckt!

 

 

Caravane du Conte- Märchenerzählstunden

Im Goethe-Institut fand an diesem schönen Sommerabend eine Erzählstunde statt. Bekannte und auch unbekannte Erzähler haben ihre Geschichten erzählt. Togoische Geschichten. Teilweise waren sie lustig, aber sie regten auch zum Nachdenken an, denn es ging auch um aktuelle Missstände. Das Bild zeigt den letzten Erzähler, der ziemlich viel Pepp reingebracht hat! Mit Trommeln, Gesang und Blasinstrument. Vom Publikum wurden sie sehr gefeiert!

Zwischen den einzelnen Acts hat immer eine Reagge Band gespielt. Endlich mal keine togoische Chart Musik!

Die Reagge Band (Rastafaaa) hat alle eingeladen, mit ins Sun Set zu gehen! Eine niedliche Reagge Bar, draußen, nettes Ambiente! Empfehlenswert!

 

 

 


Die coolste Truppe!

 

 

 

Rio-Beach Ahoi!

Der Schulanfang war planmäßig am 04.September angesetzt, wurde aber um knapp 2 Wochen verschoben! Am 16. September ging die Schule dann erst los! Grund dafür war ein Streik der Lehrer um mehr Geld! Die Gehälter der Lehrer sind hier recht unterschiedlich. Genau konnte man mir das auch nicht erklären. Die Schule begann und alles schien normal. Aber dann wurde von den Lehrern wieder ein Streik von 3 Tagen beschlossen. Dauerte dann aber die ganze Woche und noch die halbe Woche der drauffolgenden. Insgesamt fehlen den Kindern also 4 Wochen Unterricht. Damals als Schülerin hätte ich mich gefreut. Aber mir wurde in Togo erst so richtig bewusst, wie wichtig die Schule ist. 4 Wochen machen hier so viel aus! Es gibt weitere Schulabbrecher, bereits Gelerntes wird wieder vergessen usw. Doch, dass Gute ist diese Sache: Ich habe mit den Kindern aus dem Orphelinat gesprochen und kaum einer hat sich wirklich gefreut, dass die Schule wieder geschlossen ist. Sogar unser Brotjunge (ein kleiner Junge, der uns in den Ferien oder wenn Streik ist, immer Brot gebracht hat) geht gerne in die Schule!

Jetzt komme ich zur eigentlichen Bildergeschichte! Wir haben mit „unseren“ großen Jungs (16-18) einen Ausflug an den Strand organisiert! Es war traumhaft lustig und einfach wunderbar! Wir sind dann also  Beach gefahren. Dort gibt es eine Art Wellenbrecher, sodass die Wellen nicht so stark sind und das Wasser ist auch nicht so tief! Perfekt für uns, um ein wenig Schwimmen beizubringen! Zuerallerst haben wir aber noch ein bisschen gepritscht und gebaggert. Das war gar nicht mal so einfach, weil der Sand in der Mittagssonne dann noch ein wenig heiß war. Da musste schnell eine Abkühlung ins Wasser her! Im Wasser haben wir Ringkämpfe gemacht, dass einer auf den Schultern des anderen sitzt und so gerangelt wird oder sie hängen sich an uns ran und wir sollen schwimmen. Gar nicht so einfach, wenn man im Sand einsinkt. Ich habe mir auch glatt eine dicke Wunde am Knie zugezogen, weil ich auf irgendeinen bösen Stein aufgekommen bin. Wir haben auch versucht, ihnen schwimmen beizubringen, was nach einiger Zeit auch ziemlich gut geklappt hat! Erfolge waren zu spüren! Yeah! Nach dem ersten Schwimmen gab es ein großes Festmahl von Kokosnüssen, Ananas, Mango, Nüssen und vielem mehr!  Nach unserem Mahl sind wir noch ins Wasser gesprungen. Um 17 Uhr ging es nach einem schönen Tag nach Hause! Die Jungs nach Hause, wir nach Hause und ab ins Bett. Ich habe mir wohl leider einen Sonnenstich eingefangen. Bisschen Schüttelfrost, bisschen Gespucke, bisschen sehr fertig. Nach 1 ½ Tagen war aber wieder alles in Ordnung.

Evrard und Sylvestre wollen gerne deutsch lernen, weshalb  Melli und ich ihnen schon viel Nachhilfe gegeben haben. So gut es eben ging. Deutsche Grammatik ist gar nicht mal so einfach auf Französisch zu erklären. Allgemein ist es schwer, Deutsch zu lernen, wenn man wirklich keine Ahnung davon hat. Wer hat sich das bloß ausgedacht?

Mit denen sind wir auch schon ins Goethe Institut gegangen, wo man deutsche Filme und Bücher anschauen und lesen kann. Evrard hat echt Fortschritte gemacht: Er kann Sätze schon in die richtige Reihenfolge bringen und Dativ, Akkusativ, ect benennen! Ich bin echt ein kleines bisschen Stolz! Die beiden Jungs haben dann noch einen Film geguckt, das Sams und Aschenputtel. Es war so süß, wie sie sich gefreut haben und wie sie gelacht haben. Melli und ich saßen nur so daneben und man hätte ihnen die ganze Zeit einfach nur zugucken können.

Aber da wir die Jungs vor Dunkelheit nach Hause entlassen mussten, haben wir noch ein Baguette mit Bohnen gegessen (super lecker!) und haben uns an den Strand gesetzt, um den Sonnenuntergang zu beobachten. Ein wirklich schöner Tag.

Ansonsten kann ich beobachten, dass es den beiden wichtig ist, Deutsch zu lernen und auch nachfragen. Da fühle ich mich wichtig und gebraucht, was natürlich ein gutes Gefühl ist.

 

 


Agoé hohoho!

 

 

Triple-Geburtstag!

Sam, Theo und Christian werden alt. Das heißt: Planen, Planen, Planen. Aber wir sind hier in Togo, deswegen sind wir das Ganze ganz entspannt angegangen. Eigentlich sollte die Party auch für Leo sein, die aber leider in Atakpamé ihren Geburtstag gefeiert hat. Nun gut. Ein Geschenk für die Jungs wurde aus alten Pizzakartons, buntem Papier und vielen schönen Fotos gebastelt: drei kleine süße Fotoalben mit den Fotos der letzten zwei Monate. Unglaublich, wie die Jungs sich gefreut haben!

Ansonsten hatten wir alle zusammen einen schönen Abend auf unserem Dach mit Couscous Salat (seeeehr lecker) und ein zwei Bierchen getrunken.

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Dienstag, 22.10.2013 Neues über das Projekt und die WG

 

Blogeintrag Numero 3

Nun möchte ich ein paar Worte über meine WG verlieren. Ich denke, dass das auch mal Zeit wird! 6 Leute leben in dieser wunderbaren Agoe-WG ( Wir haben nun auch ein Schlachtruf: „Agoe-OhohOHohwhahahdhja“), bestehend aus Marleen, Jeanne, Anna, Anna-Luisa, Cora und mir. Cora und ich teilen uns jetzt ein Zimmer. Das klappt besser als ich zuvor gedacht hätte. Abends gibt’s meist lustige Gespräche über vergangene Seminartage oder lustige Ereignisse.

Auch wenn wir alle super unterschiedlich sind, kommt es so gut wie nie zu Spannungen. Ich finde das sehr entspannt! Ich hätte nie gedacht, dass 6 Mädchen sich so gut verstehen und so viel Spaß miteinander haben können, aber es klappt!

Wir sitzen meist auf unserer großen Terrasse, entweder nur wir 6 oder auch häufig mit unseren Freunden.

Ich bin echt froh, den ganzen Haufen zu haben. So verrückte Nudeln und eigentlich immer was zu lachen. Auch wenn mal einer was Ernstes zu besprechen hat, kann man das hier gut loswerden.

Was ich noch so berichten kann ist, dass wir 5 Zimmer haben, zwei Badezimmer, ein Wohnzimmer für Gäste oder zum Filme gucken und eine große Terrasse, wo wir uns meist immer aufhalten. Außerdem kann man noch auf unser Dach gehen, von wo aus ich den Sonnenuntergang genießen kann. Nicht zu vergessen ist da unser Sprinternet! Die Verbindung lässt manchmal zu wünschen übrig und Fotos hochladen ist dann auch gar nicht mal so einfach!

Jeanne hatte/hat Malaria. Die erste von uns. Aber dank unserer tollen Hilfe, ist sie schnell wieder auf die Beine gekommen. Noch ist sie krank geschrieben, aber bald geht’s wieder ab zur Arbeit! Jeanne arbeitet zusammen mit Marleen in einer Schule und am Abend in dem dazugehörigen Waisenhaus.

Anna arbeitet mit den ganz Kleinen zusammen. Sie kümmert sich in der Vorschule um 1-6 Jährigen.

Cora arbeitet in einem Mädchenheim, wo jedoch noch keine Mädchen sind, sodass sie erstmal dort geputzt und gestrichen hat. Da bin ich noch sehr gespannt, was demnächst kommt.

Anna-Luisa arbeitet in einer Gehörlosenschule. Sie hat uns auch schon das Alphabet gelehrt. Ich hoffe, dass sie uns noch mehr beibringen kann. Da sie aber die ganze Zeit krank war, konnte Anna leider nicht wieder dorthin, um noch mehr zu lernen. Bald kommen auch Nina und Leo wieder, die ja auch irgendwie zu unserer WG gehören. Mal sehen, was die so über ihre Projekte zu berichten haben!

 

Meine letzten Erlebnisse im Projekt:

 Jeden Morgen auf dem Weg zur Arbeit kann ich von Tag zu Tag bewundern, wie die große Straße nach Tsévié fertig gebaut wird. Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie schnell so was geht! Der Weg ist trotzdem noch ein wenig holprig und ich habe auch schon die eine oder andere Beule zugezogen!

Im Waisenheim arbeite ich jetzt zusammen mit Katha, einer anderen Deutschen, die allerdings nur 6 Wochen bleibt und bald wieder nach Deutschland fliegt. 16 Schüler ruhig zu halten, ist gar nicht so einfach, vor allem nicht, wenn sie die meiste Zeit Ewe sprechen und keiner da ist, der das auch spricht. Außerdem können manche recht gut mithalten und manche nicht mal lesen oder schreiben. Für uns ist es schwer, einem Kind das lesen und schreiben beizubringen, bei so gar keiner Qualifikation als Lehrer, also, wenn wer gute Tipps hat, immer her damit!

Wir geben aber unser bestes und versuchen uns jedem Kind so gut es geht zu widmen, damit es mitkommt. Am Besten und Sinnvollsten war es, als wir die Klasse aufgeteilt haben und in Gruppen gelesen und gerechnet haben. Ich hatte das Gefühl, dass sie viel ruhiger und nicht mehr so nervös waren.

Heute (22.10.2013) war ich allerdings alleine und musste die Klasse bändigen. Das hat anfangs nicht sehr gut geklappt. Ich wollte Division einführen, jedoch konnte ich das auf Französisch nicht erklären, sodass ich das gleich wieder fallen gelassen habe. Da die gesamte Klasse rechnen wollte, hatte ich dann vor mit ihnen Eckenrechnen zu spielen, bin aber nur so weit gekommen, dass ich 4 Kinder in je eine Ecke gestellt habe. Zuhören, wie das „kleine Spiel“ funktioniert, wollten sie dann nicht und all meine Bemühungen, sie leise zu halten (nicht mal der eigentlich so beliebte Schweigefuchs hat gewirkt) versagten. Meine Verzweiflung griff über und ich habe ihnen gesagt, dass sie jetzt was zeichnen könnten und ich weggehe. Wer Lust hat, Rechenaufgaben zu machen, der sollte zu mir kommen. Und urplötzlich kamen so gut wie alle zu mir und wollten, dass ich zurück komme und mit ihnen rechne. Man, damit hatte ich wirklich nicht gerechnet! Danach waren sie ganz still auf ihren Plätzen und haben zugehört, was für eine Wandlung! Ungefähr 30 Rechenaufgaben später, war der Unterricht so gut wie beendet, als ich plötzlich ein Klatschen hörte. Ich drehe mich um und sehe den Monsieur, der ab und zu mal reinschneit, kurz was auf Ewe schreit und wieder geht. Aber heute hat er eines meiner Jungs geschlagen. In meinem Unterricht. Ich glaube, es hackt! Ich habe ihn dann angeschrien und gesagt, dass das hier mein Kurs sei und in meinem Kurs wird nicht geschlagen! Er ganz kleinlaut:“oke“. Dann ist er gegangen. Ich, meine Wut noch nicht überwunden, habe dann die Kreide hinter ihm hergeworfen, woraufhin er sich umdrehte und fragte, wer das gewesen sei. Mit ganzem Selbstbewusstsein habe ich gesagt, dass ich das gewesen sei. Dann ist er noch weiter abgedampft. Es tut mir ja leid, dass ich seine Autorität untergraben habe, aber wenn ich dafür beauftragt werde, 16 Schüler zu unterrichten, dann wird das nicht nach seinen oder den harten togoischen Regeln gemacht, sondern nach meinen. Schluss. Fertig. Aus.

Allgemein spielen wir nachmittags immer mit den Kindern, sie dürfen meine Kamera haben und eine Million Fotos machen, wir spielen Fußball oder andere Spiele, die sie oder wir vorschlagen. Es hat sich alles sehr zum positiven entwickelt. Jetzt kennen mich die Kinder auch schon besser, sodass sie auch auf mich hören oder ich gar nicht mehr nicht-Händchen-haltend rumlaufe. Ich habe die Kinder schon ziemlich ins Herz geschlossen. Sie machen sich über meine Bröckchen Ewe lustig und ich kitzle sie dann. Ich kann sagen, dass mir die Arbeit, trotz mancher Lehrerschwierigkeiten, sehr gefällt.

 

Ach, übrigens. Ich habe mir die Haare flechten lassen!

Ausblick vom Waisenhaus Sonnenuntergang aus Sicht unseres Daches! Aussicht von unserer Terrasse  Unsere Terrasse! Jeanne et moi mit unseren frisch geschneiderten Sachen :) :) :) Fußball spielen mit den Kiddis! Melli und ich :) Gangster! Himmel nach dem großen Unwetter! Weg zum Waisenhaus! Noch mal!

 

 

 

 

 

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Sonntag, 06.10.2013 Salut meine Freunde!

 

Ich sitze hinten im Bus. Es ist ein schrottiger Bus. Mit 21 Mann drinn. Auf dem Weg nach Atakpamé. Das Fenster ist weit offen. Mein Arm ist nass. Es regnet. Der Wind bläst mir ins Gesicht. Ich höre Dubstep. Wir sind im Grünen. Endlich. Raus aus der Stadt. Ich denke nur, dass ich diesen einen Moment so gerne mit meinen Liebsten teilen möchte.

Wir sind früh aufgestanden, denn heute, 28. September, war es so weit. Aus 14 witzigen Menschen werden 10. Leo und Nina werden sich von nun an in Atakpamé und Miri und Maike werden sich in Tsévié einleben. Zuerst haben wir die Sachen von Miri und Maike abgesetzt und sind nach einem kleinen Schnaps (um 10 Uhr!) und leckerem Patt mit Fischsauce ging es zum 2 Stunden entfernten Atakpamé.

Die Luft ist dort super drückend und man ist so richtig am Schwitzen. Aber es ist wirklich schön grün mit Bergen und kleinem süßen Markt.

Auf der Rücktour gab es einen nicht sehr erfreulichen Unfall, über den auch nicht weiter geredet werden muss.

In Lomé sind wir abends wieder angekommen und haben alle zusammen Nudeln gegessen.

Sonntags war so ein genialer Tag. Früh (um 6 Uhr) ging es auf zum Strand. Dort haben wir mit Viktor und ein paar anderen gebeacht, wobei meine Volleyballkünste echt eingerostet sind. Danach sind wir ins Meer gehüpft. In den Atlantischen Ozean! Die Wellen waren einfach so unglaublich hoch. Ein echtes Paradies!

Mit einem  dollen Sonnenbrand haben wir Lucas Abschied „gefeiert“, der leider aus gesundheitlichen Gründen leider wieder nach Hause geflogen ist.

 

Meine Arbeitswoche:

Montag, 30. September

Cora, Anna und ich wurden von M. Sani abgeholt, um unsere Projekte zu besuchen. Da mein Projekt ein wenig außerhalb von Lomé ist, sind wir dort als Letztes hingefahren. Es ist ziemlich schön dort. Viel grün und Ackerbau wird da auch betrieben. Der directeur hat uns drei begrüßt und dann ins Büro gebeten. Er hat dann gesagt, dass er seine Freiwilligen nicht unter Druck setzen möchte. Ich dachte nur, dass sich das doch sehr gut anhört. Er hat immer weiter geredet, aber nicht mit mir. Sondern mit M. Sani, sodass ich Schwierigkeiten hatte, ihn zu verstehen. Mich hat er nur in der 3. Person Singular erwähnt, so kam ich mir sehr fehl am Platze vor und habe mich nicht getraut irgendwelche Fragen zu stellen. Ich hab mich nicht berechtigt dazu gefühlt. Super, das fängt ja echt gut an, dachte ich als Nächstes. Nach kurzer Verabschiedung haben wir Luca noch zum Flughafen gebracht und ihn verabschiedet.

Dienstag, 31 September

Heute war mein erster Arbeitstag. Ich muss ja mit einem Sammeltaxi fahren, wie M. Sani mir gesagt hat. Oke. Ich stelle mich an die Busshaltestelle und warte. Rede mit einem Herren. War ganz nett. So, ich hab ihm dann gesagt, dass ich gerne nach Adetikopé möchte und hier auf das Taxi warte. Er meinte, nein nein, das ist hier falsch, ich müsse noch mit dem Moto irgendwohin fahren. Ich ihn natürlich nicht verstanden, so hat er das mit dem Moto Fahrer geregelt. Puh. Dann in ein Taxi gestiegen mit zwei (inklusive mir) vorne und 5 oder 4 hinten. Enge Angelegenheit.

Im Waisenheim angekommen, war der directeur ärgerlicherweise nicht da. Mir wurde dann jemand anderes zugeteilt, der mich dann rumgeführt hat. Dort wo die Kleinen unterrichtet wurden, war ich dann doch sehr überrascht, wie viele Freiwillige einfach mal hier sind. Ein paar Franzosen und ein paar Deutsche. Insgesamt wohl 12.

Da wir zu viele Freiwillige und hier zu wenige Kinder  sind, sind wir zu Alex ( er arbeitet hier schon 2 Jahre) und dem Heim der Franzosen gegangen, um zu besprechen, was wir diese Woche noch machen, da ja die Schule erst am 7.Oktober anfängt. Aber erstmal essen! Lecker Reis mit scharfer Sauce! Nachdem wir gegessen haben, haben wir eine siesta gemacht und ein wenig geschlafen. Tat mir echt gut. Danach haben wir das besprochen, was wir noch machen. Ich sollte denen dann Deutsch beibringen. Na gut. :D

Als wir wieder im Orphelinat waren, hat der Alex animation gemacht. Wir haben den König der Löwen gesungen: Le lion est mort ce soir. Das war echt schön. Dann afrikanische Tänze. Die Togolesen haben ihre Trommeln rausgeholt und wir mussten im Kreis rumlaufen und dabei im Takt tanzen. Dann wollte der directeur nur mit den Deutschen. Schlussendlich ist dabei rausgekommen, dass ich die co-direktorin bin, während die anderen da sind und die unterrichten. OKE. So, dann sind wir nach Hause. Da ich den netten Herren an der Bushaltestelle ja nicht verstanden habe, wie die station heißt, wo die ganzen Sammeltaxis sind, bin ich einfach mit den anderen mitgefahren, zur Haltestelle Motocross. War völlig verkehrt. Danach bin ich dann mit dem Moto für 500CFA nach Hause gefahren. Das war Flop. Am Abend habe ich dann Landry und Christian gefragt, wie diese station heißt. Dann bin ich tot ins bett gefallen. Es war auch ein schöner Tag, aber auch ziemlich anstrengend, aufgrund der drückenden Hitze.

Mittwoch:

Zweiter Arbeitstag: Ich komme  an, viel zu früh und warte auf den Chef, schaue mir an, wie die Kinder Teer zubereiten. Irgendwann kommt der directeur und erzählt mir dann, dass ich ein Namensregister mit Bildern anfertigen soll. War eine schwitzige Angelegenheit. Vor allem bei den ganz Kleinen war es schwieriger, weil jeder viele Fotos machen wollte, da kam ich schon mal durcheinander. Danach bei den größeren ging es. Dann wollte ich Bilder von den Klassen mit den Lehrern machen, aber ärgerlicherweise war dann die Kamera leer. Ich ganz brav alles in den PC getippt. Ein Glück hatte ich Hilfe von einem, der die Namen aufgeschrieben hat und mit mir in den Computer getippt hat. Danach war wieder Pause und wir haben die ganze Zeit nur gechillt. Morgen nehme ich meine Kamera und ein Buch mit! Irgendwann haben wir gegessen. War sehr lecker und gar nicht wirklich scharf!

Donnerstag:

Weiter ging es mit den Fotos! Gar nicht mal so wenige Kinder in dem Waisenheim! Als dann alles sortiert und benannt war, haben wir wieder geschlafen, wie die Kinder und haben dann gemeinsam gegessen. Danach wurde Musik auf dem Hof aufgestellt und es kam eine große Putzaktion! Wir waren etwas verwirrt.

Autos fuhren auf den Hof. Und schicke Menschen stiegen aus. Alle versammelten sich in der Kirche. Etwas unschlüssig, ob wir folgen sollten, saßen wir dann doch in der letzten Reihe in der Ecke. Eine Frau, die vermutlich zu den Ehrengästen gehörte, hat uns Weiße mit ihrem Tablet fotografiert. Das fand ich schon ein wenig unhöflich. Nun gut.

Dann wurde das Schlagzeug und das Piano ausgepackt und jeder musste in die Mitte gehen und einen kleinen Tanz vollführen. Als letztes kamen wir an die Reihe. Auch wenn es wahrscheinlich unglaublich komisch aussah, wurde für uns alle gejubelt und applaudiert. Dann ging es nach Hause.

Freitag:

Da die deutschen Freiwilligen eine Abschiedsparty vorbereiten, waren sie heute nicht dort. Ich sollte dann die Kinder nach deren Geburtsdaten fragen. Das hat sich schwieriger gestaltet als gedacht. Außerdem waren sie ja im Unterricht. Einige wussten es nicht oder haben mir irgendetwas gesagt. Irgendwann hab ich das aufgegeben. Wir haben wieder gemeinsam gegessen und dann durfte ich nach Hause gehen. Ich habe übrigens jeden Montag frei! Power!

 

So das Fazit meiner Arbeitswoche:

Ich bin bis jetzt sehr zufrieden mit dem Projekt. Ich hoffe nur, dass ich noch einiges zu tun bekomme und mit den Kindern arbeiten kann. Der directeur ist auch witzig, ich mag die anderen Freiwilligen und vor allem mag ich die im Waisenhaus. Die sind immer freundlich und zuvorkommend zu mir gewesen. Ich bin gespannt und halte euch natürlich auf dem Laufenden!

Der Freitag verlief dann so weiter, dass die WG, Landry und Christian von mir dann auf diese Party mitgeschleppt wurden. Es war in einer Villa, es gab Speis und Trank, viel Musik und das wars eigentlich auch schon. Wir sind dann wieder früh nach Hause.

Der Samstag war wohl einer der schönsten und geselligsten Abende bisher.

Abends sind wir zu Sam gegangen. Das Essen war sehr lecker! Es war Hefemais oder so was in der Art und sie haben extra für uns eine Fischfreie Sauce gemacht! Super lieb!

Ich habe mich dann von Sam in seine Familiengeschichte einweihen lassen. Echt interessant. Sein Vater hat 2 Frauen mit insgesamt 7 Kindern. Sein Großvater ist ihm da zahlenmäßig überlegen! Er hatte 5 Frauen und etwa 30 Kinder! Sowas nenne ich eine Großfamilie! Er selbst darf das alles aber selbst entscheiden und er möchte nur eine Frau und höchstens 3 Kinder haben!

Wir haben viel geredet und viele Fotos gemacht!

 

Wie ihr seht, bin ich immer noch sehr zufrieden hier! Gesundheitlich geht’s mir mal so mal so, aber ansonsten läufts hier super!

Tut mir leid, dass ich so lange nicht geschrieben habe, aber dafür gibt’s jetzt ein bisschen mehr zu lesen!

 

Liebste Grüße aus Togo!! Ab ins Wasserrrr! Anna, Landry & ich!Jeanny und ich nach dem baden! Atakpamé!! :) Tanzen mit den Kleinen :)Luca's Abschiedbild :(

 

 

Über Fragen, Kommentare und Anregungen freue ich mich sehr!

 

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Montag, 23.09.2013 Oho nabé Jenny

 

Heute vor einer Woche geschah es! Die kleine Kielerin flog in die weite weite Welt!

Seitdem ist viel passiert, manche Dinge waren schön, manche gar nicht mal so.

Der Abschied aus Kiel von der Familie und Freunden verlief doch tränenreicher als ich es vorher gedacht habe. Ein Glück war ich nicht ganz allein: Miriam, die mit mir nach Togo geflogen ist, war auch da, sodass unsere Tränen schnell getrocknet wurden und wir uns gemeinsam in ein Gespräch voller Erwartungen, Hoffnungen und Ängsten stürzen konnten.

Somit verlief die Zugfahrt nach Frankfurt auch viel kürzer als gedacht.

Miri und ich waren die Ersten am Flughafen. Wir haben viel spekuliert, wer mit einem Trekking Rucksack unsere Togo-Freunde sein könnte, denn trotz Facebook-Freundschaft war das Wiedererkennen nicht immer leicht.

Es folgte ein schnelles Kennenlernen und dann nach dem letzten Mal Deutschluft schnuppern, ging es auch schon in den Flieger Richtung Äthiopien, mit Äthiopien Airlines.

Fensterplatz gesavet, Titanic angeschaltet und ein bisschen an die Heimat gedacht. Das beschreibt den Flug wohl ganz gut.

In Äthiopien angekommen, haben wir uns schon gefragt, ob wir nicht die falschen Klamotten eingepackt haben, denn es war wolkig und nicht sehr warm. Aber davon bekamen wir dann sowieso nicht viel mit, da wir 5 Stunden Aufenthalt hatten und eigentlich nur im Flughafen auf sehr unbequemen Stühlen Schlaf nachgeholt haben.

Durch die Kontrolle mussten wir unerklärlicherweise dann auch unsere Schuhe ausziehen, könnte ja sein, dass dort etwas drinn ist, was nicht dahingehört.

Nachdem wir den Käsegestank überwunden haben, ging es weiter nach Lomé. Der Flug fühlte sich ewig an, da ich endlich meine Heimat für ein Jahr sehen wollte! Ich war voller Aufregung! Endlich angekommen, war uns bewusst, dass die Kleidungswahl gar nicht so verkehrt war. Es war unbeschreiblich heiß!

Abgeholt wurden wir von unserem Koordinator Monsieur Sani, der auch schon am Flughafen (sehnsüchtig)  auf die neuen Freiwilligen gewartet hat. Mit unserem Gepäck, was bei 13 Mädchen und 1 Jungen sehr viel und sehr schwer ist, wurde uns von vielen netten Togoern geholfen und wir sind mit ca. 20 Mann in drei Autos zu unserem neuen Heim gefahren.

Das Haus ist sehr groß und es ist nicht so schlimm wie ich erwartet habe, vor allem liegt das wohl an den witzigen und liebenswürdigen Mitbewohnern. Im Moment wohnen wir noch zu 8, aber das ändert sich bald, da Leo und Nina bald nach Atakpamé verschwinden werden.

Dann besteht unsere WG noch aus der Mama Anna-Luisa, Jeanne, Cora, die ich bereits vom Vorbereitungsseminar kenne, Anna, Marleen und mir.

Ich will die letzten Tage mal kurz zusammen fassen:

Da meine Sprachkenntnisse in Französisch  unerklärlicherweise ( ;) ) doch schlechter sind als erwartet, konnte ich die erste Zeit die Togoer nur mit fünfmal nachfragen verstehen (wobei das manchmal gar nicht dazu gekommen ist, da ich dann nur aus- oder angelacht wurde). Mittlerweile siehts glücklicherweise so aus, dass ich sie größtenteils verstehen kann, aber noch mit sehr viel Konzentration. Aber ich bin optimistisch.

Ein paar Brocken Ewe haben wir auch schon gelernt. Zum Beispiel singen die Kleinen: Yovo Yovo Bonsoir (Weiße, Weiße, guten Abend), dies ist gar nicht bös gemeint und sie freuen sich sogar total, wenn man antwortet: Ameyibo Ameyibo Bonsoir.  Die Sonne habe ich ziemlich unterschätzt, hab mir schon gleich am zweiten Tag n dicken Sonnenbrand abgeholt. Aber keine Sorge, jetzt creme ich mich regelmäßig ein!

Teilweise ist es hier ziemlich windig, aber leider riecht der Wind nicht nach Meerwasser, sondern nach Abgasegerüchen, woran ich mich noch sehr gewöhnen muss.

Gesundheitlich geht’s mir soweit auch gut, habe nur eine kleine Erkältung.

Ein anderes Thema sind die Mahlzeiten hier. Zum Frühstück gibt’s lecker Weißbrot mit Avocado und Salz oder das bald zur Neige gehende Nutella. Dazu Tee oder Kaffee. Wobei die Togoer nur Brei oder Brot in ihren Kaffee tunken.

An warmen Essen mangelt es aber auch nicht: Wir haben hier wie ich finde, sehr begnadete Köchinnen in der WG. Wir haben meist immer selbst gekocht oder werden auch sehr oft schon eingeladen. Bei Theo haben wir getanzt wie Togoer und ich habe mich an Standardtanz versucht ( die anderen meinten, dass sah sehr professionell aus, hat mich ein wenig gewundert ).

Fufu, von der Konsistenz her wie Klebstoff, ist aus Yam gemacht. Serviert mit einer seeeeehr scharfen Sauce, empfinde ich als sehr lecker zu Essen, wenn auch die Portionen überdimensional viel sind. Yam wird auch frittiert und dann schmeckt es so ähnlich wie Pommes. Einige haben sich auch schon an dem Formen versucht, sind aber kläglich gescheitert.

Fufu mit der scharfen Sauce

Die Togoer sind alle sehr freundlich und wirklich immer am Lachen. Wir haben hier im Haus einen Hausmeister, Emanuel, der ab und zu mal hochspaziert kommt und immer für einen Plausch zu haben ist. Antoine zeigt uns die City und hat einfach einer der genialstene Lachen, die ich gehört habe! Er ist der Bruder von M. Sani (wobei er nicht der Richtige Bruder ist, sondern nur im selben Bezirk wohnt) und hat Literatur studiert und gerade seinen Bachelor gemacht.

Hier im Haus ist es eigentlich nie still, da drei nette junge H  erren hier gerne ihren Tag verbringen.  Le Petit Sam, Laundry und Theo zeigen uns ebenfalls sehr viel von der Stadt, sind auch immer gut drauf und helfen uns, obwohl sie es womöglich nicht müssen.

Der Strand wurde auch schon abgecheckt und es tat so gut, endlich mal wieder Seeluft einatmen zu können und den Sand unter den Zehen zu spüren! Ich bin eben doch ein Strandkind J  Die Wellen sind bombastisch hoch, dass ich eigentlich reinspringen will, was natürlich aber viel zu gefährlich ist.

  Cora Anna und ich wurden überrascht :D


Der Verkehr ist auch so ne Sache für sich. Eigentlich wird immer gehupt und wer zuerst hupt, fährt zuerst. Vor den sogenannten Mototaxis hatte ich zuerst ein wenig Angst, da es doch schon ein Abenteuer für sich ist, aber eines, was schließlich doch viel Spaß macht :D Die Taxen sind da teilweise noch gefährlicher, wenn selbst der Fahrer nachts nicht mehr durch seine Scheibe gucken kann, weil sie schon zu viele Risse drinn hat. Bei jedem Hubbel wackelt die Tür und man denkt, dass sie gleich abfallen wird.

Also alles in allem ist es hier ein sehr schöner Aufenthalt, der sich noch wie Urlaub anfühlt. Morgen geht’s los zum zweitägigen Seminar, dann werden wir unsere Arbeitgeber kennen lernen! Ich bin gespannt, was die nächsten Tage so bringen werden!

Übrigens waren wir gestern auf der Wahlparty in der Deutschen Botschaft und haben ein wenig geplaudert, u.a. auch mit dem Botschafter ;) 

Das Gute ist, ich nenne unsere tolle WG schon mein zu Hause :)

episches Nachhauselaufen

A bientôt !

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Freitag, 13.09.2013 2 Tage noch!

Mein erster Eintrag in meinem Blog und damit letzter Eintrag aus Deutschland.

Hier werde ich euch so gut es geht über die Geschehnisse in Togo berichten.

 Lachend

Sachen sind natürlich noch nicht gepackt, sondern liegen hier nur kreuz und quer im Zimmer rum. Aber allmählich nimmt dann doch die ganze Reise form an und es wird ernst.

Heute habe ich mein Zugticket abgeholt und bemerkt, dass Kiel doch ganz schön ist und es mir vielleicht doch nicht so leicht fällt, einfach zu gehen. Aber die Gespräche mit den andern Freiwilligen steigern meine Vorfreude immer mehr!

 

Wer sich noch von mir verabschieden möchte, findet mich gegen 11 Uhr am Sonntag am Bahnhof in Kiel.

5 1/2 Stunden im Zug sitzen und der langen langen Flugreise entgegen fiebern. Darauf freue ich mich schon .... :D

 

Das nächste mal schreibe ich, wennich Internet in meiner WG habe :)

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